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Preisgekrönte Innovation in Ansbachs Untergrund

Die Bautätigkeiten an der Ansbacher Promenade sind für alle Ansbacherinnen und Ansbacher und die Gäste unserer Stadt schon seit geraumer Zeit nicht zu übersehen. Aber nicht alle Arbeiten finden an der Oberfläche und für die Allgemeinheit sichtbar statt.

Denn: Wichtige Arbeiten wurden und werden im Untergrund durchgeführt. Neben dem bergmännischen Vortrieb zum Stauraumkanal wurde ein 220 Meter langes Teilstück des gemauerten Abwasserkanals unter der Nebenfahrbahn der Promenade saniert. Für den 1936 erbauten Kanal wurde ein spezielles, für Sonderprofile geeignetes Verfahren der japanischen Firma SEKISUI SPR Europe gewählt. Von April bis Juli 2013 wurden die Arbeiten grabenlos, also ohne Öffnung der Straßenoberfläche und aufwendige Tiefbauarbeiten, von dem Bauunternehmen KMG Pipe Technologies ausgeführt.

Die Auswechslung des Kanals in offener Bauweise wurde vor allem aufgrund des hochstehenden Grundwasserspiegels frühzeitig verworfen. Es war uns wichtig, möglichen Auswirkungen einer temporären Änderung des Grundwasserspiegels auf die vorhandenen hölzernen Gründungspfähle der historischen Bauten auszuschließen.

Maschinelle Auskleidung des alten Kanals

Bei dem Sanierungsverfahren wurde ein ca. 12 Kilometer langer Profilstreifen aus PVC im bestehenden Kanal zu einem neuen Rohr „gewickelt". Die hierfür direkt im Kanal eingesetzte Wickelrohrmaschine wanderte den Kanal entlang. Die Profilstreifen wurden von oberirdisch nacheinander stationierten Trommeln über den Revisionsschacht in den Kanal eingeführt und von der Maschine mit Hilfe einer Nut- und Feder-Mechanik zu einem wasserdichten Inliner verbunden.

„Ausgezeichnete Technologie"

Das in Ansbach eingesetzte Wickelrohrverfahren wurde vom japanischen Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus (MLIT) mit dem - "Junkan no Michi Abwassersystem" - Award ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden Unternehmen für ihre herausragenden, nachhaltigen Projekte im Ausland geehrt. Naofumi Negishi, Präsident der SEKISUI Chemical, nahm die Auszeichnung am 10. September 2013 in Tokio, Japan, entgegen.

Mit der Übergabe einer Kopie der Auszeichnung würdigt die Firma die awean für die hervorragende Zusammenarbeit und möchte den Ansbacher Abwasserentsorger an diesem Erfolg teilhaben lassen und unterstreicht damit auch die Fähigkeit der awean, innovative Lösungen für komplexe Aufgaben umzusetzen.

unterGRUND

Begehung des neuen Stauraumkanals in 8 Meter Tiefe – 600 Meter lang

Rund 600 Meter – und das nicht nur gerade aus – windet sich der neue Stauraumkanal jetzt als 2,50 Meter große Röhre unter der Promenade hindurch. Beim Rohrvortrieb von der Inselwiese bis zum Herrieder Tor wurden zwei gegenläufige Kurven mit einem Radius von je 500 Metern aufgefahren.

Nach Ostern wurde das Ziel erreicht. Insgesamt wurden 151 Rohre, 4 Meter lang und mit einem Außendurchmesser von 3,10 Meter, verbaut. Jedes Rohr hat ein Gewicht von 26 Tonnen. Die Rohre wurden an der Inselwiese in die Startbaugrube abgesetzt und mit einem Druck von bis zu 800 Tonnen in die von der Tunnelbohrmaschine ins Erdreich gebohrte Öffnung nachgeschoben. Das alles erfolgte in einer Bautiefe von rund 8 Metern. 

Bevor der Kanal seinen eigentlichen Zweck – Mischwasser bei sogenannten „Starkregenereignissen“ zwischenzuspeichern – erfüllen kann, ist noch Einiges in der Promenade und in der Maximilianstraße zu tun. Die Gesamtbaumaßnahme, mit Sanierung des Onolz- und Dombachgewölbes, die Kanalherstellung in der Maximilianstraße, die Kanalsanierung in der Promenade, die Leitungsverlegung durch die Stadtwerke und die Straßenneugestaltung durch die Stadt Ansbach wird aller Voraussicht nach noch bis in das Jahr 2016 reichen.

Die Ansbacherinnen und Ansbacher sollen die Möglichkeit erhalten, das in der Region einzigartige unterirdische Bauwerk zu erkunden. Am 4. Mai 2013 gibt es in der Zeit von 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr die Gelegenheit dazu. Die awean lädt an diesem Tag Interessierte dazu ein, von der Inselwiese bis zum Herrieder Tor zu laufen – und zwar in rund 8 Meter Tiefe knapp 600 Meter entlang unter der Promenade. Ausreichend Kopffreiheit ist bei einem Innendurchmesser des Stauraumkanals von 2,5 Meter gegeben, an festes Schuhwerk sollte aber gedacht werden.

 

awean | Abwasserentsorgung Ansbach

Die awean – Abwasserentsorgung Ansbach – ist ein selbstständiges Kommunalunternehmen der Stadt Ansbach in Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Die awean übernimmt die Abwasserentsorgung für die 40.000 Einwohner der Stadt Ansbach.

 

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